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20.Kiwi Christmas

 

Eltern zu Besuch... :) Am 24. Dezember war es endlich soweit: Mike und ich sind zum Flughafen um die restlichen drei Flodders abzuholen. Die Tränen standen mir natürlich gleich in den Augen, als sie mit ihrem Gepäck durch die Tür traten.

19.Arthurs Pass

 

 

18.Weekend in Kaikoura

 

Kaikoura ist eine kleine Stadt oder wohl eher ein Dorf nordöstlich der Südinsel Neuseelands. Das Besondere an Kaikoura ist, dass vor der Küste der Festlandsockel schon bei 1,6 km steil abfällt und in dem Kaikoura-Canyon eine Tiefe von bis zu 1600 m erreicht. Durch seine Tiefe und günstigen Strömungsverhältnissen bildet es perfekte Bedingungen für maritimes Leben direkt vor der Küste, weshalb es für Whale Watching sehr bekannt ist! Letztes Wochenende habe ich also dort verbracht. Am Freitag sind Mike und ich mit seinem Auto los. Mike hatte eine Überraschung für mich. Der erste Halt in Kaikoura war also die Whale-watching Station. Mensch, als ich das Zeichen für "Whale watching" entdeckt habe, dem wir gefolgt sind, bin ich beinahe ausgeflippt! Bevor es jedich los ging, hatten wir noch 40 Minuten Zeit. So sind wir auf und davon zum nächstliegenden Supermerkt und haben uns mit Essen für die nächsten 2 Tage ausgestattet. Vollgepackt mit tollen Sachen sind wir also wieder zurück und mit dem speziellen Bus zum Boot transportiert worden. Wir sind ca. 30 Minuten hinaus aufs offene Meer geschippert bis wir über dem Kaikoura-Canyon waren. Via Radar, Helikopter und Hilfe durch das Schwesterschiff konnten wir nach kurzer Zeit schon einen riesigen männlichen Pottwal an der Wasseroberfläche beobachten. Die Länge seines Kopfen beträgt ein Drittel seiner Gesamtlänge. Er lag ganz ruhig dort und atmete ein und aus. Es ist gerade von der Futtersuche zurück und bereitet sich auf den nächsten Tauchgang vor. Diese Wale verbringen ca. 15 Minuten an der Wasseroberfläche zum Luftholen und befinden sich dann durchschnittlich 45 Minuten unter Wasser auf der Suche nach Futter. Wir hatten das Glück, den Wal für ca. 10 Minuten beobachten zu können bevor er wieder abtauchte. Er war gigantisch. Er war ca. 17 Meter lang. Früher erreichten diese Wale eine Länge von bis zu 25 Metern. Heutzutage erreichen sie nur noch eine Länge von bis zu 19 Metern. Dies mag eine Ursache der Menschen sein, die diesen Wal vor gar nicht allzu lange Zeit noch oft gejagt haben...Als der Pottwal seine Atempause geendet hatte, ist er mit seinem Kopf kurz untergetaucht um Anlauf für seine Schwanzfluke zu nehmen. Danach schleuderte er seine schleuderte er seine Schwanzfluke unterwasser, wodurch sein Kopf nochmal zum Vorschein kam. Der letzte Schritt ist das berühmte einknicken mit dem Vorderkörper und das darauffolgende Zeigen der einzigartigen Schwanzfluke bevor der Wal für ca. 45 Minuten ganz unter Wasser verschwindet. Auf der Suche nach weiteren Walen haben wir viele verschiedene Arten von Albatrossen entdeckt, darunter den größten: Der Wanderalbatros. Leider hatten wir ihn nur aus der Ferne auf dem Wasser schwimmen sehen und nicht in der Luft. Diese Vogelart erreicht eine Spannweite von 3,5 Metern! Das ist enorm! 40 Minuten später hatten wir noch immer keinen Wal entdeckt, wurden jedoch mit weiteren mir unbekannten Vogelarten verwöhnt. Kurze Zeit später konnten wir denselben Wal von vorher beim Wiederauftauchen beobachten. Diesmal hatten wir eine perfekte Sicht auf den Wal beim Abtauchen. Wir befanden uns direkt hinter dem Wal, wodurch wir die Schwanzfluke perfekt im Blick hatten. Nach seinem Abtauchen war leider die Zeit auch schon um und wir machten uns auf den Weg zurück zur Station. Dies war eine wundervolle und einzigartige Überraschung!

 

Angekommen zurück, machten wir einen Spaziergang an der Küste entlang und haben ein paar Seerobben entdecken können, die bekannt für Kaikoura sind. Später haben wir uns auf dem Weg zu unserem Backpackers gemacht, welches einen kleinen Hot Pool besaß, den wir natürlich gleich besetzt haben.

 

Am nächsten Tag sind wir zur Aussichtsplattform der Peninsula Kaikouras. Auf der einen Seite war das Meer zu sehen und auf der anderen Seite die schneebedeckten Berge. Dort hatten wir unser Frühstück. Danach sind wir durch die Hauptstraße Kaikouras gewandert und haben uns ein paar schöne Artshops angesehen. Bei einem Infostand haben wir ein Foto eines Wanderweges ausgeguckt. Es schien nicht allzu weit weg von hier zu sein, weshalb wir uns auf der Suche danach gemacht haben. Auf dem Weg dorthin sind wir an einem Fluss angehalten. Mike war dort schon mal vor ca. einem Jahr. In diesem Fluss befinden sich zu einer bestimmten Jahreszeit hunderte von kleinen neugeborenen Seerobben. Dies ist deren Spielplatz. Leider waren wir ein wenig zu früh. Die kleinen waren noch nicht da. Wir haben aber zwei gesehen, die vor einem Jahr geboren wurden. Die beiden haben in einem Wasserfall herumgetollt…Nach ca. einer halben Stunde sind wir auf eine der „wahren Neuseelandstraßen“ abgebogen. Diese bestand aus Schotter und schien ins Nirgendwo der Hügel- und Buschlandschaft zu führen. Wir trafen auf Schafe und Kühe, die wir mehr oder weniger vom Weg scheuchten mussten. Eine knappe Stunde folgten wir diesem unglaublich verwunschenen Weg mit dem Hintergedanken, dass wir niemals ankommen würden, bis wir am Ende der Straße angelangt sind, wo sich ein Haus befand mit Lamas im Garten. Ein paar Schritte weiter war das Schild, welches unseren gesuchten Wanderweg anmeldete: Sawmill Gorge. Wir hatten es gefunden! Dieser Wanderweg führte hauptsächlich durch einen Fluss und zwar flussabwärts. Wir hatten glücklicherweise wunderschönstes Wetter und das den gesamten Aufenthalt lang, was eher unüblich ist. Auf dem Weg sind wir nur 3 Menschen begegnet, die uns entgegen gekommen sind. Wir haben Stunden in diesem Fluss verbracht, haben hier und da auf einem der großen Steine im Fluss Rast gemacht und sind dann weiter. Auf dem Rückweg kamen wir nicht um die Versuchung herum, in das eiskalte Wasser zu springen. Und es war EISKALT! Angekommen am Auto fing es an zu nieseln. Wir waren ziemlich fix und fertig und wollten so schnell wie möglich unser Zelt aufbauen. Den Campingplatz den wir uns eigentlich ausgeguckt hatten war noch ziemlich weit entfernt. Also haben wir unser Zelt einfach direkt an der Küste aufgestellt, haben uns was Warmes zu Essen gekocht und uns damit ans Wasser gesetzt. Noch konnten wir in der Ferne Seerobben spielen sehen, es wurde jedoch schnell dunkel.

 

Am nächsten Morgen hatte es angefangen zu regnen wie aus Eimern. Wir haben also unsere sieben Sachen zusammengepackt und uns auf den Rückweg nach Christchurch gemacht.

1.Atempause

2.Erster Tauchgang

3.Zweiter Tauchgang

4.Für die, die sich nicht 100%ig sicher sind, wie ein Spermwhale aussieht

5.Wandering Albatross (ebenso leider nur ein Foto aus dem Internet)

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17.Sam und Mumfords & Sons

 

Letze Woche ist die neue Freiwillige aus Dänemark bei uns angekommen. Ihr Name ist Sofie-Amalie, wurde von uns jedoch in Sam umgewandelt. Sie ist supergut drauf und es ist toll sie bei uns zu haben! Wir haben schon einiges an Quatsch zusammen gemacht und ich kanns kaum erwarten, mit ihr weitere Teile Neuseelands zu erforschen...

 

Um euch alle neidisch zu machen: Zudem war ich letzte Woche auf dem Mumfords & Sons Konzert. Es war der hammer! Ich war dort mit Mike, seinem Bruder und dessen Freundin, sowie einem Kumpel. Wir standen inmitten des Publikums auf allerlei Füßen und haben uns gegenseitig angerempelt beim jauchzen und hüpfen. Die Stimmung war grandios. Kein Wunder...

16.Paddleboarding

 

Zwei Tage zuvor musste man noch Eiskratzen und nun ist es schon perfektes Wetter zum Paddleboarding. Heute hatten wir 32°C und dies Wochenende solln die Hügel in der Umgebung wieder mit Schnee bedeckt sein... Ja hallo? Willkommen in Neuseeland.

15.Zu Besuch in Auckland

 

Mit Modje und ihren Kollegas die größte Stadt Neuseelands unsicher machen...Was gibts Schöneres?

1.Skyline Aucklands und im Vordergrund einer der vielen Vulkankrater

2.Ganz vielleicht das neue Profilfoto..

3.Oder dies hier

4.Mt. Tabor Trust (ihr Projekt)

14.Kayaking

 

Die schönsten Wasserfarben gibt es nur hier in Neuseeland.

13.Capital City Wellington

 

Nach der 120 Personen Gruppe und Arbeit bis zum geht-nicht-mehr, hatte ich dann endlich meine freien Tage vor mir. Am Donnerstag früh morgens gings mit Mike Richtung Flughafen. AUF NACH WELLINGTON!! Er musste beruflich dorthin. Es fanden Konferenzen im Bereich Outdoor Management statt. Zudem sollte auch ein feines Award Dinner stattfinden. Wir waren beide zum ersten Mal in dieser Stadt was uns auch anzusehen war. Wenn man aus dem kaputten Christchurch ohne wirkliches Stadtzentrum in eine solche trendy Stadt gerät, ist man fürs Erste ziemlich baff. Es gab dort Hochhäuser! Klingt jetzt nicht sehr einzigartig, wenn man jedoch aus einem Erdbebengebiet wie Christchurch kommt, ist dies schon irgendwie beängstigend und faszinierend. Lifestile ist auch uekahenübersehbar verschieden. Man sieht es allein daran, wie die Menschen umherlaufen mit ihrer Fashionkleidung. Ich bevorzuge Christchurch, wo man einfach mal in den dreckigen Arbeitsklamotten in den Pub tapern kann. Nun ja, dafür hat Wellington zurzeit ein aufregendes Nachtleben. Es gibt viele verschiedene nette, schöne, interessante, bunte und krasse kleine Läden dort zu bestaunen und auszuprobieren. Neben den Konferenzen hatten wir zum Glück auch ein wenig Zeit die Stadt zu durchwandern. Am Ankunftstag haben wir eine Parliamenttour gemacht und sind später mit dem Cable Car zum Botanic Garden und von dort aus zum native New Zealand animal park (Zealandia). Das ist ein abgesperrtes Tal inmitten von Wellington wo nur einheimische Tiere (hauptsächlich Vögel) sowie Pflanzen leben. Die hohe Mauer drumherum macht es für Possums und andere nicht erwünschte Tiere unmöglich, das Gelände zu betreten. Wir haben einige Vögel kennengelernt, die vom aussterben bedroht sind hier in Neuseeland, wie zum Beispiel den Tekahe. Am nächsten Tag hatte Mike bis Nachmittags Konferenzen, weshalb ich den Tag genutzt hab, noch ein wenig mehr von Wellington anzuschauen. Wieder im Botanic Garden bin ich auf zwei Studenten aus Auckland gestoßen mit denen ich dann noch ein wenig den Tag zusammen verbracht habe. Abends war dann das Award Dinner angesagt mit all den wichtigsten Neuseeländern im Outdoor Bereich. Zufälligerweise saßen Mike und ich an dam Tisch, wo der Präsident des Alpine Clubs Neuseelands saß, irgendein Internationaler Chef von einem anderem Kletterverein, der beste Mountainguide der Welt sowie zwei weitere, die gerade von einer Klettertour ausm Himalaya kamen. Und dann waren da Mike und ich...Er hat immerhin Ahnung, aber ich kamm mir wirklich kindisch, unerfahren und einfach dumm vor an diesem Tisch. Letztendlich haben wir ein paar coole Typen kennengelernt, die uns zu einer black-water-rafting Tour eingeladen haben, wann immer wir Lust haben. Mannomann. Das wird der Wahnsinn! Am nächsten Tag hab ich bei den letzten beiden Konferenzen mit zugehört, was ziemlich beeindruckend war, da die Sprecher sehr leidenschaftlich von ihren Outdoor Erfahrungen gesprochen haben. Am Abreisetag sind wir ins Te Papa Museum, welches freien Eintritt hat und viel interessantes über Neuseelands Entstehung und dessen einzigartigen Lebewesen zur Schau stellt. Wir hatten ein wunderschönes Wochenende in Wellington, es kam einem fast schon wie richtiger Urlaub vor!

1.Mike und ich vor dem Parlament-we take it quite sereous, ey?

2. ...

3.View from Botanic Garden with the Cable Car Line

4.Zealandia

5.Tekahe (sieht aus wie ein Pukeko, nur größer)

6.Dschungeldetektiv

7.Kaka (sieht aus wie der Bergpapagei Kea, nur kleiner)

8.Huge fern

9.Look into the wild

10. :)

11.After the Award Dinner..

12.Wellington is the middle of Middle Earth

13.In the Te Papa Museum-Mike trying to talk whale language

14.Me doing the Haka

12.Kids Camp im Anmarsch!

 

Diese Woche waren Schulferien in Neuseeland, d.h. unser Camp war ausgebucht mit dem Kids Camp. Mehr als 100 Kids im Alter von 6 bis 15 Jahre liefen also eine ganze Woche lang bei uns herum. Am ersten Tag sind wir zum Strand gewandert. Es war ein wundervoller Tag dafür. Es hat lange gedauert und da der eine Teamer und ich nicht genau wussten, zu welchem Strand wir nun letztendlich gehen, haben wir auf die Frage der Kids, wann wir denn endlich da seien, "We're halfway" geantwortet. 2 Kilometer weiter war es noch immer die selber Antwort...Wir hatten unseren Spaß! Ab und zu haben wir die Kleinen Huckgepack getragen. Angekommen am Strand gab es dann erst mal Lunch. Es war gerade Ebbe und die Kids befanden sich bis zu den Knien im Matsch. Nach dem Essen wurden die Kinder aufgeteilt und haben verschiedene Stationen bearbeitet. Der ersten Station gehörten Mike, Anne und ich an. Wir haben vom Camp allerlei Spielsachen wie z.B. Hockeyschläger, Tennis- sowie Badmintonequipment und Strandbowling mitgebracht. Mit Stöckern haben wir also Spielfelder in den Sand gezeichnet. Nach jedem Gruppenwechsel mussten diese neu gemacht werden. In der Zeit hat Mike ein anderes Spiel mit den Kindern gespielt. Drei Leute mussten immer zusammenkommen und einen Kreis in den Sand malen. In einer bestimmten Zeit mussten sie so viele Krebse wie möglich in diesen Kreis setzen und darauf aufpassen, dass diese nicht aus dem Kreis rauslaufen. Da es Unmengen an Krebsen an diesem Strand gibt, waren die Kreise immer proppe voll.

Die Aufgabe der nächsten Station war es, Strandkerzen herzustellen. Dazu wurden schon fertige Kerzen mit einem Messer zu kleinen Raspeln geschnitten und dann in einem Campingkocker zusammengeschmolzen. Während die einen ständig rührten, gruben die anderen viele kleine löcher in den Sand. Über die Löcher wurden aus Ästen Holzgerüste gebaut, die das eine Ende vom Kerzenfaden festhielten und das andere im Loch baumeln ließen. Ist der Kerzenwachs geschmolzen, dann wird er in die Löcher gefüllt, wo er dann ausgekühlt wird und wieder fest wird. Einige haben zur Dekoration in den geschmolzenen Wachs noch Steine und Muscheln getan. Es sind bei dieser Aufgabe richtig schöne Kunstwerke bei rausgekommen!

Bei der dritten Station sollten Sandvulkane gebaut werden. Die Struktur sollte so sein, dass man von einem Loch, dass sich am Fuße des Vulkans befand, das Innere mit der Hilfe von Streichhölzern und trockenem Gras, anzünden konnte. Der Rauch war mächtig und ließ die Vulkane ziemlich realistisch aussehen! Hektisch sind die Kids am Strand rumgelaufen auf der Suche nach brennbarem Material. Das war lustig anzuschauen...

Die letzte Station befand sich leider außer Sichtweite meiner Gruppe, weshalb ich nicht zusehen konnte. Die Aufgabe war jedoch, aus Papier Schwiffe zu basteln, jedoch nicht di gewöhnlichen Papierschiffe, wie wir sie kennen.

Am Ende des Tages wurde der Strand von Müll beseitigt und die Spielsachen vor der Flut gerettet. Die müden Kinder wurden mit dem Camp Van wieder zum Camp gefahren. Obwohl ich mich locker zu den müden Kindern dazugehörig fühlte, war mein Arbeitstag noch lange nicht fertig. Die schwierigste Arbeit stand noch bevor. All die verkohlten und mit Kerzenwachs verschmierten Campingkocher mussten noch gesäubert werden...Diese Arbeit musste natürlich auch noch erledigt werden. Gefühlte 2 Stunden für 4 Campingkocher. Genau so sahen dann auch meine Hände aus. Blöde Metallbürste. Diesen Tag war ich fix und fertig. Ich hatte ganz vergessen, dass ich schon um 7 Uhr morgens anfangen musste zu arbeiten, als Lifeguard im Swimming Pool. Mein Tag endete gegen 16 Uhr...

 

Dienstag und Mittwoch sahen bei mir ähnlich aus. Pro Tag haben Mike und ich zwei mal den Adventure Stream durchgeführt. Die erste Gruppe war sehr anstrengend. Während sich Mike am Kopf der Gruppe befand, habe ich den verängstigten Kids am Ende der Gruppe geholfen. Dies kostete mich eine Menge Überredungskunst. Der erste Teil des Adventure Streams bestand aus einem unterirdischem Tunnel, durch welchen wir krabbeln sollten. Das Wasser aus den Bergen und Hügeln im Umkreis floss dort hindurch. Zum Glück hatte es in den letzten Tagen nicht so sehr geregnet und es war nicht so tief. Es gab ein paar wenige Kinder, die Angst davor hatten, durch den dunklen Tunnel zu krabbeln, obwohl man das nicht weit entfernte Ende sehen konnte. Einige Kinder haben geweint, aber mit sehr viel Aufmunterung und Ermutigung hat sich letztendlich jeder durch den Tunnel gewagt. Es brauchte jedoch seine Zeit. Es erfüllt mich mit stolz, die verängstigten Kinder trotzallem dazu ermutigen zu können, ihre Angst zu überwinden. Wie gesagt, dies war nur der Anfang der Abenteuerreise. Der Adventure Stream ist ein Weg durch den Fluss voller großer und kleiner rutschiger Steine, weshalb reder einen Helm tragen muss. Hier und da bei den steilen Abhängen sind Seile angebracht, an denen man sich abseilen muss. Und hier und da sind auch ein paar tiefere Becken, in die man gerne mal reinrutscht und man urplötzlich bis zur Hüfte nass ist. Mike hat sich ein Spaß daraus gemacht, die Kinder ins Wasser zu schubsen. Und die haben sich ein Spaß daraus gemacht, ihn dann nasszuspritzen, bis dann jeder vor Kälte bibberte. Ich hab den ersten Tag leider die Tasche mit dem Erste Hilfe Kasten und Handy sowie der Kamera auf dem Rücken gehabt, weshalb ich mich dem Spiel nicht anschließen konnte. Am nächsten Tag würde er die tragen müssen :) Und so war es dann auch. Da einer der Teamer sich am Fuß verletzt hatte, sollte ich ihn ersetzen und seine Gruppe mit durch den Adventure Stream begleiten. Diese Gruppe bestand aus 5 frechen pupertierenden Jungs. Und wir hatten einen heiden Spaß! Nachdem Mike mich also in das tiefste Becken geschubst hatte und ich von oben bis unten nass war, begann die Wasserschlacht. Ich hab meine Gummistiefel ausgezogen, die natürlich bis oben hin voll waren und über den Köpfen meiner Jungsgruppe ausgeleert. Das Gekreische und Gelache ging los. Unsere Gruppe war am Ende des Streams also die nasseste. Unsere Füße waren schwer von all dem Wasser und unsere Gummistiefel quietschten auf dem Weg zurück zum Camp. Mit der letzten Gruppe mussten wir vorsichtiger sein. Dies waren die jüngsten Kinder des Kids Camps. Mit von der Partie war ein körperlich beeinträchtigtest Kind, auf welches ich besonders aufpassen sollte. Am Ende des Tages war ich so stolz auf sie! Sie hat sich super geschlagen, ist sogar mit in die tieferen Becken gesprungen! Mein einer Fuß tat jedoch am Ende des Tages höllisch weh, da ich ihrem schmerzenden Fuß eine meiner Socken geliehen habe, damit das Pflaster nicht verrutscht in ihren Gummistiefeln. Ein guter Rat: Gehe niemals ohne Socken in nasse Gummistiefel wenn du viel wandern und klettern musst!

 

Am Donnerstag sollte ich wieder um 7 Uhr morgens im Swimming Pool aufpassen. Wir hatten jedoch vor 2 Tagen die Zeitumstellung, was ich zwar mitbekommen habe, jedoch vergessen habe auf meinem Handy umzustellen. Damit wars dann auch mit dem Aufstehen und rechtzeitig zur Abreit kommen. Mein Lifeguardpartner hat auch verpennt...Meine Hilfe wurde demnach in der Küche und beim Houskeeping gebraucht. Zudem kam noch eine weitere Gruppe an Grundschulkindern für den einen Tag, denen ich die Nutzung des Flying Fox, Monorail, Balance Bikes, Minigolf und Trampolin (Recreation stuff) erklären sollte. Beim OCC (OutdoorCamingCenter) von Living Springs wurden 4 Schlafcontainer aufgebaut, wo drumherum ein kleiner Garten angebaut werden musste. Dort musste ich auch mit aushelfen. Das war sehr körperlich anstrengende Arbeit. Am Ende meines Arbeitstages hab ich auf dem Weg den Hügel hoch zu meiner Lodge ein paar Kinder des Kids Camps angetroffen, welche mithilfe der Teamer eine Wasserrutsche aufgebaut haben. Diese bestand aus einem ca. 1x10 Quadratmeter langen Gummistreifen, einem Wasserschlauch sowie Flüssigseife. Der Hügel, wo die Wasserrutsche aufgebaut wurde, ist ziemlich steil, weshalb die Geschwindigkeit extrem schnell wurde. Nach einer viertel Stunde zuschauen und staunen, rannte ich schnell zur Lodge, holte meine Badesachen und schloss mich dem Spaß an. Mit Anlauf auf dem Bauch hinunter! Und anstatt direkt nach Ende des Gummistreifens zu halten, schlittert man noch ganze 5 Meter auf dem frisch gemähtem Rasen weiter, der natürlich super gut auf der nassen Haut kleben bleibt. So liefen und rutschten wir also verkleidet als Grasmonster durch die Gegend. Dann musste ich jedoch wirklich zurück zur Lodge, denn wir Freiwilligen mussten anfangen unsere Sachen zusammenzupacken und aufzuräumen. Ab Freitag müssen wir nämlich für 10 Tage ausziehen. Die nächste Gruppe die nämlich hierher kommt, benötigt diese Accomodation. Während dieser 10 Tage werden wir aufgeteilt bei den Staff Members wohnen. Ich...ehm...bei Mike, wo sonst^^.

 

Freitag bestand daraus, weitere 5 Stunden die Lodge zu säubern und sich von dem Kids Camp zu verabschieden, denn dies war auch deren letzter Tag hier. Eigentlich bin ich ziemlich fix und fertig gewesen, jedoch muss ich auch das Wochenende über Arbeiten und zwar in der Küche für 120 Menschen...

11.Fortschritte in Pantomime

 

Diese Woche wurden meine Englischkenntnisse zur Probe gestellt. Die Schulgruppen, welche wir diese Woche im Camp hatten, haben sich für Archery, Air Rifles und Bouldering Wall eingeschrieben und ich sollte dies für die Kleinen erklären mit meinem unvollständigen Fachvokabular. Das Erklären und Beschreiben der genannten Abenteuerspielchen bestand also mehr aus Pantomime und Drumherumgerede als aus Klaren und Verständlichen Sätzen. Aber egal, die Kids hatten ihren Spaß beim Zuhören/-gucken und das ist ja das Wichtigste. Und ich habe immerhin so gut erklärt, dass sie wussten, dass man mit Pfeil und Bogen niemand anderes als die Zielscheiben versucht abzuschießen...

 

Bevor ich meine Aufgabe bei der Bouldering Wall erkläre, stelle ich euch diese erst mal vor. Die Bouldering Wall ist eine Indoor Kletterwand. Man kann ca. 3 Meter hoch klettern. Diese Kletterwand wird ohne Helm und Klettergeschirr benutzt. Für die Sicherheit sorgen drei riesige nebeneinanderliegende weiche Matratzen. Diese Kletterwand befindet sich auf dem Gelände von Living Springs. Man kann einfach mit den Kindern vom Main Camp aus durchs Gestrüpp hinüberwandern. Nach meinem gescheiterte ersten Versuch, den Kindern zu zeigen, worauf man achten muss beim Klettern, durfte ich mit denen zum Schluss hin ein geniales Spiel spielen. Es nennt sich „Sharkattack“. Die Gruppe wurde halbiert. Die eine Gruppe war zunächst die Jury und musste sich an die gegenüberliegende Seite von der Kletterwand positionieren. Die andere Gruppe musste sich in einer Reihe hinter mich stellen. Es wurden 2 Hütchen vor den Matratzen aufgestellt, um die ich mit den Kindern gehen musste. Ich konnte rennen, hüpfen, schleichen oder auch drum herum krabbeln; die Kinder mussten es mir nachmachen und währenddessen lauschen was ich sage. Sobald ich Sharkattack sage, mussten die Kinder hinter mir so schnell wie möglich zur Kletterwand rennen und sich dranhängen, ohne hinunterzufallen. Von der Jury wird dann derjenige herausgesucht, der als letztes noch auf der Matratze steht. Dieser gehört bei der nächsten Runde der Jury an. Und so geht das Spiel weiter bis es einen Gewinner gibt. Um es jedoch noch ein wenig spannender zu machen, kann ich Sharkattack auch flüstern, was die Kinder noch aufmerksamer und leiser macht, oder ich kann auch „Ccccchhhange direction“ sagen, was viele Kinder ziemlich verwirrt und zur Kletterwand rennen lässt, da es zunächst ähnlich klingt wie Sharkattack. Es macht einen riesen Spaß die Kinder lachen und kreischen zu hören. Die Lehrer waren so begeistert von dem Spiel, dass sie dies gleich auch mitspielen wollten, d.h. alle Kinder gehörten dann der Jury an und die Lehrer durften mir aufmerksam und kichernd folgen. Ein weiteres lustiges und ziemlich anstrengendes Spiel ist, sich eine komfortable Position an der Kletterwand zu suchen und Dinge zu tun, wie z.B. den linken Fuß bewegen, mit der rechten Hand winken oder mit dem linken Knie den rechten Ellenbogen berühren. Mike hat mich bei diesem Spiel immer mitmachen lassen und ich musste immer dann aufgeben, wenn er uns aufforderte, mit beiden Füßen für eine Weile zu ihm zu winken. Er weiß einfach ganz genau, dass ich schwache Arme hab und nicht lang genug mein eigenes Gewicht halten kann. Die Übung macht den Meister :)

 

Bei Air Rifles bin ich gar nicht mal so schlecht wie ich immer gedacht hab. Die ersten 5 Schüsse, die ich abgegeben hab, waren Volltreffer! Ich hatte also meinen Spaß, während die Schulgruppe sich schon hinter mir anstellte und ungeduldig auf ihr Drankommen wartete.

10.Gerade mal 2 Tage alt

Das allein gelassene Lämmchen namens Alex...

9.Das Leben geht weiter

 

Abenteuer war diese Woche mein Aufgabenfeld, bestand jedoch überwiegend aus Housekeeping. Diese Woche mussten wir auch das Wochenende durcharbeiten. Dafür bekommen wir zwei Tage in der nächsten Woche frei, die wir uns aussuchen dürfen. Für mich sind es die Tage Donnerstag und Freitag, weshalb ich mir ein verlängertes Wochenende gönnen kann! Wohoou, ich freu mich schon riesig drauf!

Montag und Dienstag musste das gesamte Camp also sauber gemacht werden, es mussten Betten im Bereich "Harbour View" sowie in "Bunkhouse 1 and 4" bereitgestellt werden sowie die anliegenden Toiletten und Duschen geschrubbt werden. Eine bezaubernde Arbeit, gerade weil diese jede Woche die Überhand nimmt. Diese Woche sowie die darauffolgende Woche wurden nacheinander drei verschiedene Besuchergruppen erwartet, weshalb das Bettenmachen und Toilettenschrubben nach jeder Gruppe von neuem begonnen werden musste. Die erste Gruppe war eine Cooperate Group und bestand aus ca. 50 Menschen. Sie kamen am Dienstag an und blieb nur für eine Nacht. Diese Gruppe gehörte der Organisation ARROW in Christchurch an, welche für die Planung des Wiederaufbaus eines bestimmten Stadtteils Christchurchs nach dem großen Erdbeben letzten Jahres zuständig ist. Zwischen Meetings und Essen gab es für die Mitglieder ein bisschen Abwechslung, wie z.B. Orienteering und Tree Climbing. Meine Aufgabe war es, mithilfe von Anne, Mike beim Tree Climbing zu unterstützen. Es mussten Anweisungen gemacht werden, vorgeführt werden und mit gesichert werden. Wir hatten allerlei zu tun und zum Ende des Tages hin waren unsere Hände rot und voller Blasen.

Am Freitag kam die Red Cross Gruppe. Wie man sich unter dem Namen vielleicht schon vorstellen kann, gehörten dieser Gemeinschaft Menschen an, welche Familienmitglieder und/oder Freunde während des Erdbebens verloren hatten. Man selber wollte das Thema Erdbeben in Anwesenheit dieser Menschen ungern erwähnen, jedoch kamen manche selber darauf zu sprechen. Viele traurige Geschichten habe ich erfahren…Bruder und Schwester haben zusammen in einer Bäckerei gearbeitet während das Erdbeben geschah. Er hat sich auf sie geschmissen um sie vor dem Schlimmsten zu retten. Sie hat überlebt, er ist jedoch dabei umgekommen. Eine der Frauen hat ihren Ehemann verloren. Ich habe zudem viele kleine Kinder mehr oder weniger im gleichen Alter auf dem Living Springs Camp rumrennen sehen mit nur einer Frau als Aufpasserin. Wer alles von denen wohl beide Elternteile verloren hat? Mike hat sich mit einem Mann unterhalten, der mit seinen beiden Kindern vor Ort war. Er hatte seine große Liebe gefunden; die Hochzeit war schon arrangiert; zwei Monate vor Hochzeit war dann das Erdbeben und sie starb. Er hat Mike das Hintergrundbild von seinem Handy gezeigt, welches seine verstorbene Frau zeigt und meinte, dass man nie genug Zeit mit seinen Liebsten haben kann, denn diese Zeit kann so abrupt vorbei sein.… All diese Geschichten haben mich das Wochenende über während der Arbeit mit ihnen begleitet. Und es ist einfach wundervoll so viele von ihnen doch lachen sehen zu können. Wir haben ihnen gezeigt, wie man den Flying Fox benutzt, sowie die Balance Bikes und Monorails. Mit den Kindern und Jugendlichen hatte ich sehr viel Spaß. Es war einfach nett sich mit ihnen zu unterhalten und Quatsch zu machen. Lunchtime war diesmal unten auf der Farm. Beim Aufräumen nach dem Essen bekamen wir spontanen Besuch von Klara, einer weiteren Freiwilligen aus Deutschland, welche jedoch schon ein halbes Jahr hier in Neuseeland verbracht hat. Sie arbeitet 100km nördlich von Christchurch in einem kleinen Dorf und wollte uns kennenlernen. Sie scheint ganz nett zu sein. Sie fühlt sich nur ein wenig allein dort in ihrem Dörfchen, da sie dort die einzige Freiwillige ist und sich daher ein wenig langweilt. Am Abend hatten Mike und ich das Camp Fire für die Red Cross Gruppe organisiert. Alle zusammen saßen wir dort und haben auf spezielle Art Marschmallows gegessen, d.h. heiße Marschmallows zwischen zwei Kekse stecken. Wenn die Marschmallows beim zusammendrücken der Kekse rausquillen, dann sind sie perfekt. Ein paar Mädels haben lustige Camp Fire Lieder gesungen. Es war ein wunderschöner Abend. Das Schönste jedoch war, am Abreisetag zu hören, dass dies Wochenende für viele eines der schönsten und fröhlichsten seit dem Erdbeben gewesen war.

Wir haben nun schon sieben Tage durchgearbeitet und die nächste Woche stand schon wieder bevor. Die Müdigkeit stand uns in den Gesichtern geschrieben. Die nächste Gruppe sollte für eine ganze Woche bleiben, was heißt, dass wir nur einmal in der gesamten Woche die Betten machen mussten. Schon mal ein Vorteil. Diese Gruppe war vom hohen Stand…Naja, es war der National New Zealand Choir und Orchestra der zum Proben vor einem großen Konzert zu uns ins Camp kam. Es waren 140 Menschen. Für alle musste Essen gemacht werden. Die Küche war also voll besetzt. Während unserer Arbeit konnten wir also die ganze Zeit deren Gesängen und Musik lauschen. Anne, Mike und ich konnten dies jedoch nur 3 Tage genießen: Montag, Dienstag und Mittwoch. Danach hatten wir unsere freien Tage. Wir haben also die Küche ein wenig entleert, um Proviant für die Reise zu haben, die Reise Richtung Mount Cook Village. Der erste Stopp befand sich in Lake Tekapo Village. Dies ist der blauste See, den ich je gesehen habe. Am Horizont konnte man schneebedeckte Berge sehen. Die Nacht haben wir in einem Backpackers Motel übernachtet. Wir teilten mit zwei Japanerinnen ein Raum mit quietschenden Hochbetten. Das Wetter war unglaublich. Die Windgeschwindigkeit betrug um die 90km/s. Wir wurden am nächsten Tag auf dem Weg zu Mount Cook Village mit dem Auto fast von der Straße runtergeblasen. Den gesamten Weg hatten wir den Fuß des höchsten Berges Neuseelands, dem Mount Cook vor Augen. Die Spitze konnten wir das gesamte Wochenende über nicht erblicken, es war einfach zu bewölkt. Eigentlich hatte Mike vor, mit mir wandern zu gehen. Aber kein gewöhnliches Wandern. Er hat mir eine Eisaxt und Schuhe mit Eisenspitzen ausgeliehen, damit wir über einen Gletscher durch Schnee zu einer kleinen sehr bescheidenen Hütte in den Bergen gelangen konnten. Dort hätten wir übernachtet und wären am nächsten Tag zurück zu Anne gewandert. Dieses Abenteuer fand leider nicht statt. Das Wetter war einfach zu katastrophal. Stattdessen sind wir mit Anne einen vier Stunden Track entlang gewandert. Jeden Schritt den wir gemacht haben, sind wir ca. 2 Meter nach vorne bzw. zur Seite geweht worden. Meine Güte, so was habe ich noch nie erlebt! Wir sind über schwingende Brücken geschaukelt unter denen ein reißender Fluss vor sich hin brauste. Am Ende des Tracks, vor dem Umdrehen und zurückgehen, befand sich der Hookers Glacier. Der Wind peitschte das Wasser in unsere Gesichter. Es fing an zu hageln und unsere Gesichter wurden gefühlsmäßig durchlöchert. Kein Wunder, dass wir die nächsten Tage krank waren. Eigentlich war es geplant, am nächsten Tag, also Freitag, in der Nähe von Mount Cook klettern zu gehen. Die Ausrüstung hatten wir dabei. Nur das Wetter spielte leider immer noch nicht mit. Wir haben also beschlossen, diese Nacht in einem Backpackers Motel in Mount Cook Village zu verbringen und uns am nächsten Tag wieder auf dem Rückweg durch Lake Tekapo zu machen. Diese Nacht haben wir einiges getrunken im Pub während wir mit all den anderen Besuchern das Pub-Quiz gespielt haben. Betrunken Billard spielen war auch sehr witzig. Am nächsten Tag ging es also wieder Richtung Lake Tekapo. Wir stoppten an einem Platz, wo Eislaufen und Hot Pools angeboten wurden. Zudem konnte man mit einem Reifen einen schneebedeckten Berg hinunterschlittern. Wir kauften das Combo Paket. Am genialsten war ja mal der Hot Pool! Zurück im Backpackers Motel, wo wir die erste Nacht verbrachten, schauten wir uns einen Maori Film an. Später am Abend gab es eine Überraschung für mich. Mike hatte einen Sternenforscherabend gebucht. Wir sind also nachts mit ein paar weiteren Personen auf einen Hügel, wo mehrere Teleskope aufgebaut waren. Um uns herum war es stockdunkel. Der Himmel war ein wenig bewölkt. Jedoch hier und da konnten wir durch das Teleskop die verschiedensten Sternzeichen entdecken. Sternzeichen, welche in der Maori Welt von großer Bedeutung sind. Wir konnten die Milchstraße sehen und sogar ein paar Sternschnuppen. Leider konnte ich den Erklärungen und Geschichten der Präsentanten nicht gut genug lauschen. Zu viele englische Fremdwörter und Fachbegriffe. Diese Nacht pfeifte es durch alle Spalten und Ritzen im Motel. Die Wände wackelten. Der Wind wurde stärker. Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg zurück nach Christchurch. Der Weg war lang und ich hab fast die gesamte Fahrtzeit gepennt. Zurück in Christchurch war natürlich bestes Wetter…What a shame!! Wir hatten trotzdem unseren Spaß, jedoch sind wir nun alle ein wenig krank und angeschlagen. Guter Start für die nächste Arbeitswoche.

8.Dreams - just coming true

 

Nach einer Woche Küchenarbeit sind wir endlich wieder bei Freitag angelangt. Heute war wundervolles Wetter und das haben wir auch genutzt. Mike hat Anne und mich einfach mal querfeldein durch Kuh- und Schafsweiden bis hin zur Bergspitze geführt. Es war anstrengend, sehr anstrengend. Die meiste Zeit war es einfach mal unglaublich steil, zudem rutschig, da überall mordsmäßig riesige Kuhfladen vor sich rumstanken. Die Sicht jedoch von dort oben ist einfach unbeschreiblich! Dies ist nur ein klitzekleiner Teil Neuseelands und ich bin schon hin und weg, fasziniert und einfach nur baff. Das so ganz anders klingende Zwitschern der Vögel in den Ohren, sowie kalter Wind, atemberaubende Aussicht, Schaf und Lämmchen, zwei im Kreis fliegende Schmetterlinge und einfach die perfekte Mischung an neuen Bekannten haben das Fass an Emotionen zum Überlaufen gebracht. Das ist Neuseeland und ich befinde mich gerade mal ganz am Anfang von den noch vor mir liegenden Abenteuern...

7.Hoch hinauf

 

Dieses Wochenende habe ich komplett mit Mike verbracht. Wir waren wieder Snowboarden. Diesmal war sein Bruder dabei. Und diesmal war das Wetter und der Schnee noch um einiges besser. Traumhaft! Wir sind zwei Mal hinterneinander mit dem Snowboard den Berg hinaufgewandert bis zur höchsten Spitze. Von dort aus gibt es keine präparierte Piste wieder hinunter. Wir machten daraus eine. Heavy but amazing!

6.Rumsulen im Matsch mit Princess Fergie und Sharlet

 

Diese Woche war ich mit Sebastian auf der Farm. Wegen dem Winterwetter war die Farm für die Besucher von Living Springs nicht zugänglich und wurde demnach auch nicht wirklich sauber gehalten. Die Aufräumarbeit wurde also uns überlassen. Es find damit an, dass wir die Toiletten putzen sollten. Juhey! Die Anwesenheit vom uralten Hund Cloud hat uns diese Arbeit jedoch um einiges angenehmer gemacht. Der nächste Schritt war, all das matschige Laub aus jedem Stall bzw. Gehege, von den Wegen und aus den Melkstationen zu entfernen und zwar per Schubkarre zum Komposthaufen. Hört sich jetzt nicht gerade sehr abenteuerlich an, jedoch nur dann, wenn man nicht weiß, dass sich der Komposthaufen im Schweinegehege befindet. Wir also mit schwer beladener Schubkarre Richtung Schweinegehege. Erstes Problem: Die versprielten großen Hunde Ted und Wallis sprangen um uns herum. Wir mussten also aufpassen, dass die nicht ausversehen mit ins Gehege kommen. Zweites Problem: Die Schweine wollen andauernd hinter den Ohren gekrauelt werden und stellen sich natürlich jedes mal, wenn wir am Tor ankommen, direkt davor, sodass wir uns nicht einen Schritt vorwärts bewegen können. Drittes Problem: Dies ist keine normale Schweineart. Die sind MASSIG! Und es ist so gut wie unmöglich, sie mit einem kleinen Klapser zur Seite zu bewegen. Viertes und allergrößtes Problem: Die letzten Tage hatte es enorm geregnet. Dementsprechend kamen wir auch nur sehr schwerfällig mit der Schubkarre voran. Unsere Gummistiefel haben uns beinahe das übrig gebliebende Stück sauberes Leben gekostet. Stellt euch vor, ihr sinkt bis über den Knöchel in puren Schweinematsch ein (und da kann alles mit drin sein!) und ihr merkt, dass diese Stiefel euch um eine Nummer zu groß sind...Hätte ich mich nicht irgendwie an der Schubkarre festgehalten, wäre ich mit Socken, nackten Händen, seitlich tief in das Gebräu eingesunken. Schlimmstenfalls auch mit dem Gesicht. Dem war zum Glück nicht so und das obwohl wir mindestens zehn Mal in diese Gefahrenzone mussten. Dafür kam außerhalb des Geheges dann Ted auf uns zu gelaufen, stellte sich auf die Hinterbeinde und umarmte uns mit denselben matschigen Pfoten. Abgesehen von der Schweinearbeit durfte ich noch Zita, die Kuh, melken, da die Maschine ausgefallen ist. Da es auf der Farm noch immer zu matschig ist, haben wir vier Pferde zum Hauptgebäude bergaufwärts geritten, damit die gerade residierende Schulgruppe Ponyreiten machen konnte. Diese Schulgruppe bestand aus genau 130 Kindern. Und so gut wie jeder wollte eine Runde auf den hübschen Pferden drehen. Sie waren ziemlich aufgeregt und rannten durch die Gegend, wie kleine Kinder halt so sind. Wir mussten sie also beruhigen damit auch die Pferde nicht durchgehen, wir mussten ihnen zeigen, wie man sich auf dem Pferd richtig verhält und beim rumführen durften wir uns dann ihre Geschichten anhören: "Weißt du, ich hab zu Hause ja 20 Pferde und die sind noch viel größer als diese hier! Und stell dir vor, ich reite schon mein Leben lang! Ich hab keine Angst!" - Halten aber verkrampft den Sattel fest... So ähnlich sah meine Farmarbeit aus. Nächste Woche bin ich in der Küche!

1.Gemütliches Rumsuhlen im Misthaufen

2.Nicht gerade die beste Taktik, die frisch gemolkene Milch aus dem Eimer zu trinken...

3.Nein Ted, du bist nicht hilfreich bei der Arbeit!

5.Glück im Unglück

 

Ich war mir unsicher, ob ich dies in meinem Blog wirklich erwähnen sollte, aber ich bin drüber hinweg und mir geht es wieder 3957948ß3 Mal besser, als am Tag des Unfalls.. Also macht euch keine Sporgen! Tja, wir habens wirklich geschafft einen Unfall zu bauen. Dies fand zum Glück auf dem Living Springs Gelände statt. Die "Straßen" standen unter Wasser, es regnete aus Eimern. Wir Freiwilligen (Sebastian, Anne und ich) waren nur kurz auf dem Weg zum Don shed um dort aufzuräumen. In einer Kurve ist das Auto jedoch von der Straße abgekommen und zwar hangabwärts. Ein Glück war genau an dieser Stelle ein Baum, welcher uns vom weiteren Abrutschen gerettet hatte. Der Aufprall war hart, das Fenster vom Beifahrer ist komplett zerbrochen, die Frontscheibe angeknackst und die Achsen total verschoben. Anne saß auf der Beifahrerseite und hat das Meiste abbekommen. Ihr Arm befand sich zwischen Auto und Baum. Sebastian, der Fahrer hatte Glück gehabt. Ihm ist zum Glück nichts Schlimmeres passiert. Ich saß hinter dem Fahrer und bin froh, nur eine Beule am Kopf davongetragen zu haben. Ich hatte natürlich mal wieder kein Handy dabei.. so typisch. Habe also von Sebastians Handy aus Mike angerufen, welcher dann auch die Feuerwehr sowie den Krankenwagen gerufen hat. Der Schock saß uns allen sehr Tief in den Adern und uns ist klar geworden, wie viel Glück wir doch gehabt haben. Uns geht es gut. Annes Arm ist nicht gebrochen und meine Kopfschmerzen sind ein Witz...

4.Freaky Weekend!

 

Am Samstag war also der Snowboard-Tag. Das 2 Stunden Fahrtweg entfernte Skigebiet erreichten wir gegen 10 Uhr morgens. Dort hatte Mike selber mal als Skilehrer gearbeitet, weshalb ich die Snowboardausrüstung und den Pass um einiges günstiger bekommen konnte. Der Himmel war dort hoch oben gar nicht mal so bewölkt. Es wurde sogar richtig warm! Wir sind dann also den Bügellift hoch (der tut sooo dolle weh!!) und hatten die genialste Aussicht. Der Schnee war ganz in Ordnung und hat mir einfach mal derbe viele blaue Flecken beschert - bin an einem steilen Hang tatsächlich ungewollt um die 20 Meter abwärts gerutscht. Auf dem Hintern. Angus (den man eigentlich mit I am Anfang schreibt), der mit uns Freiwilligen in unserer Lodge lebt, war mit Mike und mir dort unterwegs. Gegen Mittag haben wir uns alle ein Bierchen gegönnt, was das Kurvenfahren um einiges vereinfacht hatte.. bin jedoch auch einmal aus dem Lift gefallen.

 

Als ich dann völlig fix und alle war, setzten wir uns wieder nach unten, wo ich dann Mikes Freund Martin sowie seine Freundin kennenlernen durfte. Alles super nette und witzige Menschen, welche ich später am Abend noch besser kennenlernen sollte! Pino, das Mädel, welches mir die Snowboardausrüstung übergeben hat, hatte zwei Tage zurvor ihren 23.(?) Geburtstag und hatte uns zur Party eingeladen, welche am selben Tag stattfinden sollte. Das Motto der Feier hieß: Bad taste.. Was auch immer ihr euch drunter vorstellt, es war zum wegschmeißen komisch! Mike und ich sind also nach dem Snowboarden mit zu Martins WG, durften uns dort frisch machen und haben noch einiges an Bier getrunken mit seinen Mitbewohnern, welche auch alle Skilehrer sind und aus verschiedenen Ländern kommen. Ich lernte also einen Engländer, eine Französin, zwei Schweden, einen Amerikaner sowie eine aus Tschechien kennen. Das improvisierte Abendessen bestand aus Matschkartoffeln und viel Senf für den Geschmack und einem weiteren Bier. Um ja nicht das Motto der Feier zu vergessen, wurden die kitschigsten und altmodischsten Klamotten aus den Schränken geräumt und untereinander aufgeteilt. Kleines bisschen heiter angetrunken ging es dann mit dem Auto (pssst, ja niemandem erzählen!) zur Geburtsagsparty. Schon beim Hören der Musik wusste ich, dass dies ein toller Abend werden wird. An meine "Kunst und Klang-Festivalfreunde": Sehr ähnlich, jedoch ohne veganes Essen und bei kältester Temperatur :) An alle anderen: Hauptsächlich wurde draußen gefeiert, was daran lag, dass es dort ein Feuer gab. Zudem bestand der einzige Raum gerade mal aus einer 6m² Fläche, in dem auch noch ein DJ mit voller Montur gute Laune verbreitete, sowie ein Sofa und eine Nebelmaschine. Leider gabs kein Schwarzlicht, dafür aber wunderschöne Tücher an der Wand! Und wie gesagt gab es eine jede Menge Kostüme zum totlachen! Dieser Abend war seeehr lang und trotzdem viel zu kurz. Am nächstem Morgen bin ich auf dem Weg zurück nach Christchurch eingepennt. Kein Wunder. Alles in Allem war einfach mal ein supercooles erstes Abendteuer und das schon in der ersten Woche hier in Living Springs!

1.Mike and me!

2.Best view ever :O

3.Neuseeland pur

3.Zusammenfassung der ersten Woche hier in Living Springs:

 

Wow. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. In diesen paar Tagen ist so viel passiert, das kann man gar nicht in ein paar interessanten Sätzen zusammenfassen. Also bereitet euch nun auf eine etwas längere Lese-Session vor, die hoffentlich einigermaßen interessant ist...

 

Das erste Wochenende gehörte nur uns. Wir durften machen was wir wollen, d.h. das Camp erforschen, uns wann immer wir wollten Lebensmittel aus dem Kühlschrank klauen, sowie uns einfach in unser neues Zuhause eingewöhnen. Gleich am ersten Tag durften wir unser erstes Erdbeben erleben. Im Laufe der Woche waren es nun schon drei insgesamt. Daran müssen wir uns wohl gewöhnen.

 

Am Montag wurden wir zunächst einmal von Prissy in die Rubrik "Housekeeping" eingeführt. Darunter fällt alles mögliche wie Staubsaugen, Stühle aus den Konferenzräumen wegräumen bzw. umdeponieren, Tische decken, Gästezimmer vorbereiten und noch so alles was dazugehört. Danach wurden wir von einem der drei Jo(h)ns (nicht der, der auf dem Foto unten zu sehen ist) in die Geschichte und Zukunftspläne von Living Springs eingeführt. Ab 15 Uhr hatten wir dann erstmal wieder frei. Danach hat Mike uns gefragt, ob wir die Ofper bei der Kayak-Safety-Lesson im Swimming Pool spielen wollen :D Auch wenns doof klingt hatten wir eine jede Menge Spaß! Ich sollte zudem einmal den Roll-Over ausprobieren-sieht wesentlich einfacher aus als es ist. Man hängt da verkehrt herum unter Wasser, versucht sich an einigen Moves bis man blau anläuft und von Mike wieder umgedreht werden muss. Ein Jahr hab ich zum Lernen Zeit.

 

Am Dienstag wurde uns erstmal das Auto vorgeführt, welches wir zum Rumdüsen während der Arbeit hier benutzen dürfen. Hier in Neuseeland muss man eigentlich den Führerschein nochmal machen. Ich bin noch nie mit einer solchen Schrottkarre gefahren bzw. durch solch ein Gelände bzw. AUF DER LINKEN FAHRBAHN! Naja, Übung macht den Meister...(Dazu komme ich später nochmal). Den Vormittag haben wir auf der Farm verbracht, wo man uns die einzelnen Arbeiten vorgestellt hat, die auf uns zukommen, wenn wir Schulgruppen zu Besuch haben: Reiten, Meerschweinchen streicheln, Schafe schären, Kühe melken, Tiere füttern, Barbecue betreuen, Trecker fahren etc. Nächste Woche kommt eine Schulgruppe von 140 Kindern...Das kann ja heiter werden :P Um sich die Abreit besser vorzustellen, mussten wir selber einmal Schulkind, sowie Arbeiter spielen und versuchen, die Kinder Ruhig zu halten während der Reitrunde, d.h. wir durften selber reiten! Was mir hier sehr gefällt ist, dass die Beziehung und Verständigung zwischen Pferd und Mensch ganz anders gehandhabt wird. Es gibt eine gewisse Pferdesprache, die beiden antrainiert wird. So braucht sich z.B. nur gerade und voller Energie vor das Pferd stellen und es weicht zurück, sowie umgekehrt. Auf der Farm gibt es unendlich viele verschiedene Tiere. Es gibt superkomische Schweine. Keine Ahnung, welche Art das ist, jedoch sehen sie ziemlich witzig aus mit ihren langen gewellten Borsten in verschiedenen Farben. Auf der Farm leben zudem auch Lamas wovon eines Ernie heißt, es gibt weiße Tauben, Aale, ein uraltes Reh, einen Esel, ein 35 Jahre altes Pferd sowie viele andere superhübsche Pferde und Ponys, es gibt Hasen, Kühe und natürlich jede Menge Schafe. Und um nochmal aufs Autofahren zurückzukommen: Anne und ich haben uns überlegt ein wenig durch die Gegend zu düsen, Berg runter, Berg rauf, in Richtung Lyttelton Town und wieder zurück, um uns einfach ein wenig ans Auto und die Straße zu gewöhnen. Alles lief gut, jedoch auf halben Weg zurück-natürlich in einer steilenn Kurve auf einem steilen Hang bergauf-blieb plötzlich das Auto stehen und das Auto rollte seelenruhig rückwärts die Straße runter. Warnblinklicht an, Rückwärtsgang um bloß aus dieser unübersichtlichen Kurve herauszukommen und dann die Handbremse. Panik stieg in uns auf. Juhu, der erste Tag mit dem Auto und schon schrott. Die ersten drei vorbeifahrenden Autos hubten und motzten natürlich hilfreicherweise. Natürlich hatten wir in unsere Handys auch noch nicht die Handynummern des Staff Teams eingespeichert... Im darauffolgenden Auto saß jedoch unser Held, welcher Dale hieß und zufälligerweise Automechaniker war. Er und sein Kumpel halfen uns also das Auto sicher am Fahrbahnrand abzustellen und das Problem herauszufinden, welches jedoch ohne Werkzeug so nicht behoben werden konnte. Was auch immer das für ein Fehler war, das lag am Alter und Zustand des Autos und nicht am Fahrer, also mir. Das ist schonmal etwas. Netterweise fuhr er uns zurück nach Living Springs und gab uns noch seine Handynummer, falls wir Hilfe brauchen. Dort angekommen rannten Anne und ich erstmal Richtung Küche wo sich zu der Zeit noch die letzten Staff Member befanden. Die riefen Steve, den Farmer an, welcher das Auto am selben Abend noch abschleppte. Wir werden bestimmt für den Rest des Jahres ausgelacht, weil wir so schön das Klischee der Frauen im Auto wiedergeben...Juhey!

 

Am Mittwoch wurden wir in die Küche eingeweiht von Jo(h)n (ich weiß leider nie welcher von den Dreien mit und welcher ohne "h" geschrieben wird) und den drei "Kitchen-Witches" Prissy, Lynn und Nikki. Den ganzen Tag waren wir damit beschäftigt Zeugs zu schnibbeln, aufzuräumen, wieder schnibbeln und wieder saubermachen. Das ist bisher die schwerste Arbeit aber es herrscht eine wundervoll amüsante Atmosphäre in der Küche. Jeden Freitag bekommen wir Hilfe von Matthew, einem superlieben jungen Mann mit Downsyndrom. Nach der Arbeit in der Küche wurde ich gefragt, ob ich einer Mitabeiterin beim Kayakkurs für 18 Leute behilflich sein will. Diesfand jedoch nicht im warmen Pool statt sondern in der Nähe vom Governors Bay, bei Wind und Kälte. Die Arbeit war ziemlich anstrengend, gerade das Tragen von all den Booten vom Anhänger runter zum Strand. Die Gruppe war jedoch ziemlich gut drauf und man konnte sich gut amüsieren. Zwei tollpatschige ältere Herren haben es mir besonders angetan, mit ihren umgekehrten Paddeln und dem Zusammenstoß mit einer Boje in diesem so riesigen Gewässer. Nach dieser Kayak Tour wusste ich, dass ich am nächsten Tag höllischen Muskelkater haben werde.

 

Der Donnerstag wird auch als "Thirsty Thursday" vom Team genannt, da sich normalerweise alle so gegen nachmittag in einem Pub treffen und geschnackt sowie getrunkten wird. Diesen Donnerstag haben wir leider keine Chance gehabt, dort mit dran teilzuhaben, erstens weil der Hauptorganisator an diesem Abend keine Zeit hatte und zweitens, weil ich dumme Nuss die anderen fünf Freiwilligen von Colmondolay gefragt habe, ob die mitkommen wollen, ohne zu beachten, dass wir im Auto nur Platz für fünf Leute haben. Mit uns wären wir schon zehn gewesen. Beim nächsten Mal sind wir also hoffentlich besser organisiert. Vormittags haben wir übrigens auch wieder in der Küche mitgearbeitet.

 

Heute am Freitag den 10 August hatten wir eine Adventure-Einführung von Mike. Er hat uns die einzelnen Freizeitattraktionen vorgestellt und erzählt, worauf man überall achten soll. Darunter befand sich der Flying Fox, das Trampolin, Monorail, Balancebikes, Hochseilgarten (in nicht so hoch), Bogen- und Luftgewehrschießen. Danach ist er mit uns nach Christchurch gefahren, damit wir uns endlich überlebenswichtige Dinge wie Zahnpasta, Sportschuhe (da wir den ganzen Tag nur essen!) und warme Klamotten kaufen können. Es ist hier immer noch eisig kalt. Und nur zur Info: Morgen darf ich mit Mike und ein paar seiner Kumpels Snowboarden gehen auf den schneebedeckten Bergen, die ich vor lauter Wolken noch kein einziges Mal mit bloßem Auge erblicken konnte. Und da ich die einzige bin, die Bock auf Snowboarden hat von uns Freiwilligen, hab ich vielleicht die Chance um einiges billiger das Abenteuer zu erleben :) Hoffentlich blamier ich mich nicht, denn die anderen sind alles Profis...

1.Unser Blick auf Governors Bay von der Terasse aus :)

2.Einer der drei Jo(h)ns und wir in der Küche (Schild: Guten Morgen, Chef)^^

3.Our Lodge!!! Lovely, isn't it?

4.Das uralte hübsche Ding da dürfen wir fahren... ♥

2.Angekommen auf der Südinsel, Christchurch, Living Springs!

 

Nun bin ich schon den 4. Tag in meinem Projekt und ich bin begeistert! Am Freitag den 3. August sind wir gegen Nachmittag angekommen und wurden von Mike vom Flughafen abgeholt. Man sieht ihm gleich an, dass er der Fun- und Adventure Manager ist :) Er hat uns auf dem Weg zum Projekt ein wenig von Christchurch gezeigt, wo noch immer vom Erdbeben letzten Jahres viele Straßen gesperrt und Häuser zerstört sind. Erdbeben sollen nun auch zu unserem Alltag gehören...

Nach einer knappen halben Stunde Fahrt durch Serpentinen erreichten wir das Camp und wir waren überrascht wie weit das Grundstück reicht. Zu erst wurden wir in die Küche geführt (das letzte mal gefrühstückt hatten wir um 6 Uhr morgens) und den anderen Staff Members vorgestellt. Die scheinen wirklich lustig zu sein, zumindest lachen sie sehr viel, nur verstehe ich noch nicht alle Witze :P Das Team ist wie eine große Famile zu der wir nun dazugehören. Nach einem leckeren Resteessen wurden wir zu einem wundervollen Häuschen on top of a hill gebracht, welches nun unser neues Zuhause sein soll. Wir fünf Freiwilligen sowie ein Ehepaar aus dem Baltikum mit Sohn (und vorraussichtlich einer Dänin, die im November kommen soll) teilen uns nun ein supergemütliches Wohnzimmer MIT KAMIN, einem Esszimmer, eine Küche, vier Badezimmern und jeder hat sein eigenes Zimmer mit einer mehr oder weniger funktionierenden Heizung. Ganz wichtig zu erwähnen ist die geniale Terasse mit bestem Panoramablick über Governors Bay! Wenns das Wetter mal nicht so bewölkt ist, wird ein Foto gemacht und hochgeladen.

 

Mein Zimmer sieht aus wie Sau, was nichts Neues ist. Aber ich werd versuchen, diese "schlechte" Eigenschaft loszuwerden. Mal sehen obs klappt, denn eigentlich lebe ich das Chaos. Dort find ich immer alles wieder...

1.Flug mit Klappermaschine von der Nord- zur Südinsel

2.Annes improvisiertes, super gut gelungenes Abendessen!

3.Das Foto spricht für sich selbst...

1.Arrival Camp in Rotorua:

 

2 Tage unterwegs, einmal bis ans andere Ende der Welt. Am 25. abends startete das Flugzeug von Hamburg aus in Richtung Dubai. Von dort aus ging es weiter über Sydney nach Auckland. Dank vieler so wundervoller kleiner Abschiedsgeschenke von meinen Liebsten, die ich erst im Flugzeug öffnen durfte, wurde selbst dieser lange Flug nicht langweilig. Angekommen in Auckland traf ich dann auch auf die anderen Freiwilligen, von denen ich genau vier schon von dem 10-tägigen Orientierungs Camp in Berlin kannte. Völlig überrascht, wie warm es doch zu sein schien in diesem Neuseeland-Winter, sind wir ca. vier Stunden in einem Busshuttle zu unserem Arrival Camp nach Rotorua gefahren. Gegen Nachmittag sind wir dort angekommen. Mittlerweile war es dann doch schon nicht mehr so warm-es wurde bitter kalt! Eingepackt in Schlafsack plus drei weitere Decken konnten wir erstmal unseren Jetlag ausschlafen. Den nächsten Tag konnten wir ein wenig das Camp erkunden. Das Foto mit dem zauberhaften See mit dem kleinen Boot, welches oben zu sehen ist, habe ich dort auf einer Erkundungstour geschossen. Am Tag darauf kamen dann auch die letzten paar Freiwilligen aus Japan, Südkorea und den USA bei uns an. Ab dann ging es mit den Einheiten los: Ein wenig Landeskunde, Sprache, Gruppenspiele, Voträge und Challenges. Einen Tag bekamen wir Besuch von zwei Maoris, die uns ein Dinge wie z.B. den Haka (Maori Tanz), verschiedene Spiele sowie Worte auf Maori beigebracht haben. Am selben abend waren wir dann auch zu Besuch in ihrem Maori Dorf und durften bei einem Hangi teilhaben, welches ein traditionelles Maori Essen ist. Der Abend war voll mit Erlebnissen und all diese neuen Bilder haben eine interessante andere Welt widergespiegelt, von der ich hoffentlich noch mehr kennenlerne. Am letzten Abend waren wir außerhalb unseres Camps in einem Pub, haben Billard gespielt, ein wenig getrunken und uns nochmal miteinander ausgetauscht. Es war ein schöner letzter Abend...

 

Wir sind eine ziemlich lustig durchgewürfelte Gruppe gewesen und hatten eine menge Spaß :) Ich hoffe, dass ich einige während meines Travelmonth im Neuseeland-Sommer treffen werde...

 

Photos taken by Stefan Bernert :)